PANKRATIUM Gmünd
Hintere Gasse
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    "mit den augen hören - mit den ohren sehen"
    Die erfolgreiche Ausstellung „wasserklang(t)räume“ erfährt mit der diesjährigen Sonderausstellung „mit den augen hören – mit den ohren sehen“ eine Fortsetzung und Erweiterung. 

    Diese interaktive Erlebniswelt mit neuen Experimentierstationen für alle Sinne lässt Wasser, Farben und Musik sehen, hören, fühlen und begreifen. Die Ausstellung möchte Kindern und Erwachsenen Erscheinungen und Gesetzmäßigkeiten unserer Umwelt näher bringen. Das Staunen können über Farben, Formen, Bewegungen und Klänge steht dabei im Vordergrund.
    Die Sonderausstellung ermöglicht einen spielerischen Wahrnehmungszugang auch für behinderte, gehörlose und blinde Menschen.
    Zahlreiche Experimentierstationen lassen Schwingungen nicht nur hörbar, sondern auch seh- und spürbar werden.
    So sind z.B. Menschen mit schwersten Gehörschädigungen bis zu einem gewissen Grad in der Lage, Musik zu "hören". Bei dieser Musik handelt es sich meist um "Fühl-Musik", deren Form der Wahrnehmung gerade bei diesen Menschen besonders ausgeprägt ist. Wasserspringschalen,  Monochorde, Klangbett und verschiedene Obertoninstrumente ermöglichen so u.a. einen fibro-taktilen Zugang.
    Pendelgeige (J. Baier)
    Pendelgeige (J. Baier)
    Bogenharfe (J. Baier)
    Bogenharfe (J. Baier)
    Harfe mit "Doppler"-Effekt
    Harfe mit "Doppler"-Effekt
    Auch dieses Jahr können die Besucher wieder in einer inszenierten Reise in die unterschiedlichsten WasserKlangWelten eintauchen: Staubsauger, Ventilatoren, zu Obertondrehleiern umgestaltete Nähmaschinen, heisere Lungen, Trompetodroms - alles dreht sich, alles bewegt sich, fließt, rinnt, alles klingt aus Rohren und Trichtern, an der Grenze zum Surrealen angesiedelt.´

    Wenn von „Instrumenten“ dieser Art die Rede ist, kann es sich nur um den Wiener Klangtüftler Hans Tschiritsch handeln, der neben der begehbaren Geige und den Wassertrompeten auch heuer wieder eine Menge neuen skurillen Ideen und Erfindungen zum Ausstellungsprojekt beiträgt. In dem ihm gewidmeten „Tschiritscheum“ empfangen den Besucher ein Klang-Licht-Karussel, eine Wehmutswalze, ein Tret-Cello, ein Ohrwaschlkaktus und ein Tropfenschlagzeug.
    Rund um das Thema Wasser erwarten den Interessierten aber noch jede Menge anderer visueller „Wunder": Besonders eindrucksvoll und formenreich sind die von Alexander Lauterwasser entwickelten WasserKlangBilder, in denen er die Gestaltungsvorgänge von Schwingungen im Medium Wasser, speziell im Wechselspiel mit Musik, untersucht.

    Verschiedene Instrumente und Klangspektren führen zu einer nahezu unerschöpflichen Fülle faszinierender komplexer Strukturen und Muster. Die Musik so unterschiedlicher Komponisten wie Bach, Beethoven oder Stockhausen wird dadurch auf unnachahmliche Weise „sichtbar". Zwei Räume und ein eigens dafür bereitgestellter Videoraum zeigen die neuesten Schöpfungen dieses weltbekannten Forschers und Künstlers.

    Als Ergänzung zu den WasserKlangBildern wird man Chladnische Figuren mit Hilfe von Klangplatten selbst herbeizaubern können, und in einem eigenen Wasserkino, in dem über das Medium Wasser individuelle Klänge sichtbar gemacht werden, kann jeder seinen „eigenen Ton" visuell erleben.

    Lautloser Wasserstrahl
    Lautloser Wasserstrahl
    Skulptur von Fritz Russ
    Skulptur von Fritz Russ
    Water chair
    Water chair
    Aber auch die Welt der neuen Musiktechnologien kommt nicht zu kurz:

    Der österreichische Musiker und  Klangschöpfer Joe Drobar wird erstmals in Österreich seine auf der Weltausstellung in Sevilla viel beachtete Laser-Licht-Harfe präsentieren - ein mit Laser-Licht-Sensorik ausgestattetes Instrument, das mit  beiden  Handflächen bespielbar ist und dessen 13 Lichtsaiten eine unbegrenzte Zahl an Sounds generieren können.

    Hans Laubreiter hat ein spezielles Wasserinstrument entwickelt, das Tropfenspiel, bei dem fallende Wassertropfen in einer chaotischen Ordnung permanent synthetische Klänge erschaffen.

    Schließlich wird die Klangskulptur Nada Brahma von Renè Roberto Vermeulen außergewöhnliche Hörerlebnisse ermöglichen.

    Darüber hinaus werden die Künstlerinnen Michaela Gansger, Maria  Luise Borstner und Sigrid Elisa Pliessnig Räume mit Installationen gestalten und mit ihren Objekten bereichern. So kann man, auf einem Wasserbett liegend, in eine blaue Licht-Klang-Installation von Maria Luise Borstner eintauchen... sich von Michaela Gansgers  Meer aus Seide  berühren lassen und durch  Sigrid Elisa Pliessnigs  FlussWellen aus Papier wandeln.


    Blaues Zimmer
    Blaues Zimmer
    Welle
    Welle
    Klangkapelle
    Klangkapelle
    Natürlich gibt es auch heuer wieder einige der Highlights der alten Ausstellung zu sehen, wie den lautlosen Wasserstrahl oder die Spiel- und Experimentiermöglichkeiten für Kinder mit den Riesenseifenblasen und der WasserHautArchitektur im Innenhof, dessen Angebot in diesem Jahr noch um den fünf Meter hohen waterchair von Renè Roberto Vermeulen bereichert wird, in dem das  Wasser durch die Rückenlehne hochsteigt und als Plätscherstrahl ins Zentrum der Sitzfläche zurückfällt und dadurch meditative Geräusche oder das feine Rauschen eines Wasserfalls erzeugt.

    Der  neu geschaffenen KlangKunstGarten von Manfred Tischitz,  eine großzügige Erweiterung der Ausstellung, lädt zu einem Rundgang in ein Klangbiotop der besonderen Art ein:

    Vorbei an einem Klangmobile aus Sägeblättern von Fritz Russ, Klangdrachen, die durch die Schwebebewegung feine Klänge erzeugen, einer  Windorgel/Windharfe, bei der der Wind zum Musikanten wird und sphärisch, singende Klänge erschafft (Kisa und Manfred Tischitz), gelangt  der Besucher schließlich zum KlangHäuschen, in dem eine Sammlung von außergewöhnlichen Musikinstrumenten und Klangspielen aus unterschiedlichen Kulturen, selbst oder unter Anleitung, ausprobiert werden können.

    Ein harmonikales Lichtlabyrinth, in dem sich die gotische Architektur des Pankratiums und der Pankratiuskirche widerspiegelt, rundet den meditativen Spaziergang ab.

    Wie schon in den letzten Jahren wird ein reichhaltiges Angebot an Seminaren und Workshops das „sinnliche" Ausstellungsangebot ergänzen. Neben einer KlangWerkstatt, in der mit Naturton-Instrumenten aus aller Welt Spiellust und Kreativität herausgefordert werden, runden zahlreiche Architektur-, Tanz-, Kreativ- und Experimentierwerkstätten das vielfältige Angebot ab.



     
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